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Zweites Top-Ergebnis für das
Brose Rallye Team in Österreich

Rossach (03.10.2017). Sie gilt als extrem schwierig, die Škoda Rallye Lie-zen in der Steiermark. Zudem war sie als Lauf zur European Rallye Tour (ERT) mit internationalen Größen hervorragend besetzt. In diesem Spit-zenfeld hielt das Brose Motorsport Rallye Team Dominik Dinkel / Christina Kohl mit dem Speed der Spitze von Anfang an hervorragend mit, setzte im Laufe der beiden Rallyetage dazu einige äußerst bemerkenswerte Highlights und Ausrufezeichen.

„Es ist für uns noch viel besser gelaufen als erwartet“ gab Pilot Dominik Dinkel im Ziel zu Protokoll. Hinter dem 24 Jahre jungen Oberfranken und seiner niederbayerischen Beifahrerin Christina Kohl lagen da gerade zwei fordernde Rallyetage. 13 Bestzeitprüfungen (WP) hatten sie absolviert, dabei ihren Brose Škoda Fabia R5 im Ennstal und darum herum über 150,42 kurvenreiche Kilometer gescheucht. Hauptsächlich auf Festbelag, der aber auf einigen WPs auch mit Schotterpassagen kombiniert war. Die Strecken präsentierten sich bei gutem Wetter trocken, führten durch eine wunderschöne Landschaft mit atemraubender Gebirgs-Kulisse.

 

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Nicht minder attraktiv zeigte sich das Fahrerfeld der Rallye Liezen, die auch zur Österreichischen Staatsmeisterschaft zählte. Drei World Rallye Cars (WRC) und elf R5-Fahrzeuge versprachen spannenden Sport. Aus der komplett angetretenen rot-weiß-roten Elite hatte das Brose Rallye Team besonders den früheren Gruppe N (PWRC) Weltmeister Andreas Aigner (Škoda Fabia R5) auf der Rechnung, der als Lokalmatador und Rallye-Liezen-Veranstalter obendrein über exzellente Streckenkenntnisse verfügte. Dazu natürlich den zweifachen italienischen Champion, Doppel-Europameister und IRC-Sieger Giandomenico Basso im Hyundai i20 R5. Die Teilnahme des mit jeder Menge WRC- und R5-Erfahrung versehenen Belgiers Bernd Casier flößte ebenso Respekt ein wie das Erscheinen von Jaroslav Orsák (beide Ford Fiesta R5) aus Tschechien.

Bereits am Donnerstag gibt es eine Qualifying-Prüfung zur Festlegung der Startreihenfolge. Der schnellste der 17 dazu zugelassenen Top-Fahrer darf als erster seine Position wählen, an der er in den Bewerb gehen möchte. Zweimal kann der 3,41-Kilometer-Sprint trainiert werden. Dominik Dinkel und Christina Kohl setzen in den Übungsdurchgängen die drittbeste Zeit, sind im Qualifying als starke Vierte bestes R5-Team. Das lässt aufhorchen und motiviert noch zusätzlich zu ihrem nur drei Wochen zurückliegenden ersten Gesamtsieg im Rahmen der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM).

In den Freitags-Abschnitt starten Dominik Dinkel / Christina Kohl optimal. Die bei der Rallye Weiz gesammelten Erfahrungen helfen nun dabei, auf dem tückischen österreichischen Asphalt vom Beginn weg einen hohen Speed zu zeigen. In der WP 2 fährt das Brose Rallye Team R5-Bestzeit, muss sich nur den drei technisch haushoch überlegenen WRCs um wenige Sekunden beugen. Rallyetag eins endet mit einer spektakulären Super Special Stage durchs nächtliche Liezen. Dominik Dinkel / Christina Kohl sind auf dieser sensationell unterwegs, sprinten zur drittbesten Zeit und sind erneut schnellstes Team mit einem R5-Auto. Als Gesamtvierte gehen sie in die Übernachtungspause, vor ihnen liegen nur die drei World Rallye Cars.

Der Samstag beginnt mit einem echten Hammer. Die WP Oppenberg stellt allerhöchste Anforderungen, ist eine absolute Rallye-Reifeprüfung. 19,27 Kilometer windet sie sich Pässe hinauf und hinunter, reiht Kurve auf Kurve direkt aneinander. „Das ist ganz sicher die anspruchsvollste, schwierigste WP, die ich jemals gefahren bin. Über weite Teile auf einer Seite blanke Felswände, auf der anderen tiefe Abgründe. Wir sind diese Strecke mit Respekt angegangen, so wie es uns von Raimund Baumschlager und anderen geraten wurde“ berichtet Dominik Dinkel. Das Layout der Piste spielt Giandomenico Basso voll in die Hände. Der Ex-Fiat-Werksfahrer kennt solche Verhältnisse bestens, er legt eine Fabelzeit hin, distanziert sogar Andreas Aigner erheblich. Das Brose Team hält sich hervorragend, verliert auf Local-Hero Aigner nur minimale 84 Hundertstelsekunden pro WP-Kilometer. Dominik Dinkel / Christina Kohl lassen sich von der Basso- Zeit nicht aus ihrem flüssigen Rhythmus bringen. In der Wiederholung von Oppenberg als WP 8 dampfen sie die Rückstände auf ihre erfahrenen R5-Kollegen merklich ein, den auf Basso halbieren sie fast. Damit behaupten sie als drittbeste der R5-Abteilung auch ihren fünften Gesamtrang.

 

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Am Nachmittag stehen im Finale noch ein Rundkurs sowie zwei je zweimal zu befahrende WPs im Roadbook. Das Brose Rallye Team hat auf allendiesen Prüfungen Basso im Griff, ist beständig schneller als der Italiener. uf der abschließenden 14,05-Kilometer-Prüfung Lassing liefern Dominik und Christina nochmals eine phantastische Leistung ab. In Durchgang eins markieren sie nur 7,7 Sekunden hinter den späteren Gesamtsiegern Raimund Baumschlager / Pirmin Winklhofer im VW Polo R WRC die zweite Gesamtzeit, in der Zweitbefahrung die dritte. Damit holen sie noch kräftig auf die zwei vor ihnen liegenden R5-Mitbewerber auf. Schlussendlich retten Andreas Aigner / Ilka Minor nach 150,42 Bestzeitkilometern noch einen Vorsprung von 24,1 Sekunden ins Ziel, der von Giandomenico Basso / Lorenzo Granai ist sogar bis auf 5,1 Sekunden zusammengeschmolzen. Direkt vor Dominik Dinkel / Christina Kohl platzieren sich als Gesamtvierte noch Hermann Neubauer / Bernhard Ettel mit ihrem Ford Fiesta RS WRC. Nur 1,9 Sekunden liegen final zwischen dem Brose Rallye Team und dem amtierenden Österreichischen Staatsmeister.

Damit haben Dominik Dinkel / Christina Kohl ihre sehr gute Performance, die sie bereits bei der Rallye Weiz zeigen konnten, souverän getoppt. „Wir haben uns hier ganz einfach in unserem Brose Škoda Fabia R5 von Anfang an super wohlgefühlt. Die Mannschaft von Baumschlager Rallye & Racing hat uns ein Top-Auto hingestellt und es wie immer perfekt betreut. Aus Liezen nehmen wir wertvolle neue Erkenntnisse mit. Dazu konnten wir Details wie zum Beispiel unseren Aufschrieb noch weiter optimieren. Nun sind wir heiß auf das Finale der Deutschen Rallye Meisterschaft in drei Wochen bei der ADAC 3-Städte-Rallye im niederbayerischen Bäderdreieck. Da wollen wir voll angreifen. Denn noch haben wir rechnerische Chancen auf den Titel, die wir auf gar keinen Fall ungenutzt verstreichen lassen wollen.“ Bei dieser Mission DRM könnten dem sympathischen Brose Rallye Team die Erfahrungen aus den zwei in der Saison 2017 in Österreich bestrittenen Veranstaltungen Weiz und Liezen äußerst hilfreich sein. Denn die 3-Städte spielt sich  am Freitag in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ab. Mit einem erheblichen Anteil sogar. 54,4 der insgesamt 129,0 geplanten WP-Kilometer werden dort auf komplett neuem Terrain ausgetragen. Das könnte dem erfolgreichen Einsatz von Dominik Dinkel / Christina Kohl bei der Rallye Liezen nachträglich durchaus noch das Prädikat „besonders wertvoll“ verleihen.

 

Das Brose Rallye Team gewinnt die Rallye Niedersachsen

 

Rossach (11.09.2017). Schon mehrmals war das Brose Motorsport Rallye Team Dominik Dinkel / Christina Kohl in dieser Saison ganz dicht dran am Gesamtsieg bei einem Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM), stand bereits viermal auf einem Siegerpodest. Beim siebten von acht DRM-Läufen gelang nach fehlerfreier Fahrt unter schwierigsten Bedingun-gen nun der erste Gesamterfolg, mit dem sie sich in der DRM 2017 auf Platz zwei nach vorne arbeiten konnten. Damit besitzen sie bei der finalen ADAC 3-Städte-Rallye sogar noch Chancen auf den Meistertitel.

 

Viele dachten, dass nach den 14 Bestzeitprüfungen (WP) über insgesamt 129,32 Kilometer rund um Osterode im Harz die DRM 2017 endgültig entschieden sein würde. Doch dem war nicht so, auch wenn es anfangs danach aussah. Zwar lagen nach den 21,57 Kilometern der beiden Freitags-WPs die Titel-Favoriten Fabian Kreim / Frank Christian im Fabia R5 von Skoda Auto Deutschland vorne. Aber entscheidend absetzen konnten sie sich nicht, denn Dominik Dinkel / Christina Kohl folgten im Brose Skoda Fabia R5 nur 4,3 Sekunden zurück als Zweite. Und auch die Dritten, René Mandel mit Co-Pilot Dennis Zenz, hielten im Hyundai i20 R5 den Anschluss an das Spitzenduo.

 

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Auch am Samstag präsentierten sich die Pisten feucht bis nass, die Bedingungen wechselten ständig. Die offenen Kurveninnenseiten ohne jegliche Begrenzung oder Barriere, die das im Fachjargon „Cutten“ genannte Schneiden ermöglichten, erhöhten die Anforderungen an die Teams zusätzlich. In der ersten Schleife über drei WPs setzte das Brose Rallye Team auf eine konservative Reifenwahl, blieb damit auf der sicheren Seite und behauptete seine zweite Position souverän. Im anschließenden Service wurden die Daten analysiert und das Setup von der erfahrenen Baumschlager Rally & Racing (BRR) Technikertruppe perfekt an die Verhältnisse angepasst. Um diese Veränderungen optimal in schnelle Zeiten umsetzen zu können, stellte auch der Pilot seine Fahrweise von aggressiv auf mehr sanft und rund um.

 

Das funktionierte – und wie! In der Wiederholung der Morgenschleife markierten Dominik Dinkel / Christina Kohl zwei Bestzeiten, hielten trotz eines kräftigen Querstehers in WP 5 den Abstand zum Spitzenreiter konstant, setzten sich leicht von ihren auf der dritten Position liegenden Verfolgern Mandel / Zenz ab. Während des Mittagsservice wurde der Regen für gut 15 Minuten zum Wolkenbruch. Das reichte, um speziell die engen Feldwege der nächsten Prüfungen in Rutschbahnen zu verwandeln.

 

Dominik Dinkel / Christina Kohl stellten ihre persönlichen Sensoren deshalb auf die höchste Alarmstufe. Nicht zu Unrecht, denn auf der WP 9 kamen die Leader Kreim / Christian an einem Linksabzweig nach einem Bergabstück von der Fahrbahn ab, konnten nur durch die rasche Hilfe von Zuschauern aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Dieses Schicksal teilten sie unter anderen mit Emil Bergkvist, dem Junioren-Europameister von 2015, der im Laufe der 12. ADAC Rallye Niedersachsen mit seinem Peugeot 208 T16 R5 gleich zweimal von der Bahn rutschte. Der international erfahrene Schwede bezeichnete die Niedersachsen später als „eine der schwierigsten Rallyes, die ich je gefahren bin“. Ungeachtet der widrigen äußeren Umstände blieben Dominik Dinkel / Christina Kohl absolut cool, zauberten im ersten Nachmittags-Loop zwei weitere Bestzeiten auf das rutschige Geläuf und kehrten mit einem Vorsprung von 23,1 Sekunden auf Mandel / Zenz als Führende zum letzten Service nach Osterode zurück. Lediglich eine Schleife über drei Prüfungen trennte sie nun noch von ihrem möglichen ersten Gesamtsieg.

 

Aus den gerade erwähnten drei WPs wurden zwei. Die Rallyeleitung hatte auf die vielen Ausrutscher reagiert und das Restprogramm gekürzt. Die Prüfung Ührder Berg – die Wiederholung der WP 9 – wurde abgesagt, dazu die WP 13 von 9 auf 6,07 Kilometer verkürzt. Entschlossen ging das Brose Rallye Team diese letzten Hürden an: „Wir wollten diesen Sieg unbedingt holen“ erklärt uns Dominik. „Nicht nur für uns, sondern für das gesamte Team, das uns stets einen perfekten Brose Skoda Fabia R5 hingestellt hat. Und natürlich für unsere Sponsoren, die wie mein Förderer Michael Stoschek immer fest an uns geglaubt und uns vertraut haben. Auch oder gerade dann, wenn es einmal nicht so glücklich gelaufen ist. Das ist einfach vorbildlich, ein riesengroßes Dankeschön dafür!“ Die Final-Taktik steht fest: Höchst aufmerksam bleiben und ohne Risiken schnell sein. Also machen Dominik und Christina um alle Löcher und Rinnen einen großen Bogen, verzichten sogar aufs Cutten. Dennoch fahren sie stets die drittschnellste Zeit, büßen auf den beiden Schluss-WPs insgesamt lediglich 3,5 Sekunden auf die Bestmarken ein. „Das hat uns echt überrascht!“ staunt Dominik Dinkel.

 

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Richtig groß gefeiert wurde der erste Gesamtsieg bei einem DRM-Lauf übrigens nicht. Denn der 24-jährige Dominik Dinkel aus dem oberfränkischen Rossach und seine Beifahrerin Christina Kohl (30), die in Tiefenbach bei Passau zuhause ist, bleiben fest auf dem Boden. „Unser Saisonziel ist nun die DRM-Vizemeisterschaft. Um diese werden wir am 20. und 21. Oktober bei der ADAC 3-Städte-Rallye kämpfen. Rechnerisch haben wir jetzt sogar noch Chancen auf den Titel. Wir werden also bei Christinas Heimveranstaltung voll angreifen und alles geben!“ Um mit besten Voraussetzungen bei der 3-Städte an den Start gehen zu können, steht als nächster Einsatz für das Brose Rallye Team am 29./30. September die Skoda Rallye Liezen auf dem Programm, die zur österreichischen Meisterschaft und zur European Rallye Tour zählt. Dort werden zusammen mit den BRR-Technikern noch einmal alle Setup-Varianten des Brose Skoda Fabia R5 getestet und für die 3-Städte verfeinert. Dominik und Christina können sich dabei mit einem internationalen Feld messen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Die ihnen helfen werden, im DRM-Finale auf den Punkt genau topfit zu sein.

 

Schnell und clever auf Gesamtplatz zwei der Thüringen Rallye

Rossach (08.08.2017). Mit einem weiteren Podiumsplatz hat das Brose Mo-torsport Rallye Team Dominik Dinkel / Christina Kohl den dritten Rang in der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) gefestigt. Nach einer makellosen Vorstellung im Brose Skoda Fabia R5, bei der sie auch den Rallye-Junioren-Europameister von 2015, Emil Bergkvist (Peugeot 208 T16 R5), jederzeit kontrollieren konnten, sind sie zudem nahe an den zurzeit DRM-Zweiten herangerückt.

Dabei waren Dominik Dinkel / Christina Kohl mit gemischten Gefühlen ins südthüringische Pößneck gereist. Einerseits war da die Motivation des tollen vierten Gesamtplatzes, den sie vor vierzehn Tagen bei der zur FIA European Rallye Trophy zählenden Rallye Weiz in der Steiermark gegen starke internationale Konkurrenz geholt hatten. Andererseits aber auch der tiefe Respekt vor den schnellen, welligen Prüfungen, auf denen Dominik und Christina in den beiden letzten Jahren nicht über die ersten Wertungsprüfungen (WP) hinausgekommen waren. „Das bedeutete für uns ein Handicap, denn im Gegensatz zu den meisten unserer Mitbewerber sind wir Schlüssel-WPs wie den zweimal zu absolvierenden, 21,7 Kilometer langen Rundkurs Bankschenke noch nie zuvor im Wettbewerbstempo gefahren“ erklärt der 24-jährige Pilot aus dem oberfränkischen Rossach. Da hatten zum Beispiel Fabian Kreim sowie der schwedische 2015er Junioren-Europomeister Emil Bergkvist Vorteile, der die „56. S-DMV Thüringen Rallye“ samt ihrer WPs aus seiner Zeit im AAC Opel Rallye Cup bestens kannte.

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Bereits nach den beiden Auftaktprüfungen des Freitags lag das Brose Rallye Team auf Gesamtposition zwei, glänzte beim spektakulären, nächtlichen „Stadt Grand Prix“ mitten durch Pößneck, war auf diesem nach 9,3 Kilometern lediglich acht Zehntelsekunden hinter der Bestzeit zurück. In diesem Stil machten Dominik Dinkel / Christina Kohl am nächsten Tag weiter, flogen im Windschatten der führenden Marken- und Typenkollegen Fabian Kreim / Frank Christian über die vier Vormittags-WPs, setzten sich so um fast eine halbe Minute von den Drittplatzierten Emil Bergkvist / Ola Floene im Peugeot 208 T16 R5 ab. Ab der WP 5 fehlten aus dem Verfolgerpulk des Brose Rallye Teams René Mandel / Dennis Zenz (Ford Fiesta R5), die von der Straße gerutscht und dabei verunfallt waren. Selbst aufkommende Bremsprobleme hinderten Dominik und Christina nicht daran, ihre flotte Gangart fortzusetzen. Im Mittagsservice nahm sich die kundige Mechanikertruppe von Baumschlager Rallye & Racing (BRR) der Sache an, verpasste dem Brose Skoda Fabia R5 neue Bremsscheiben und -Klötze.

 

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Wegen des Ausfalls von René Mandel wurde die Taktik für die vier abschließenden Prüfungen des Nachmittags zugunsten des DRM-Standes neu festgelegt. Position zwei halten hieß die nun aktuelle Parole. Eine Vorgabe, die Dominik Dinkel / Christina Kohl auch im jetzt zeitweise einsetzenden Regen äußerst professionell umsetzten. Besonders auf den zwei Durchgängen des langen Rundkurses „Bankschenke“ agierten sie ohne Risiko, richteten sich vor allem an Emil Bergkvists Speed aus, verzichteten auf eine Schlussattacke auf den vorne liegenden Fabian Kreim. „Der hat hier in Thüringen sowieso eine echte Glanzvorstellung gegeben“ erkannte das Brose Rallye Team fair und neidlos an.

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Nach den zehn anspruchsvollen Wertungsprüfungen über insgesamt 141,1 Kilometer ziehen Dominik Dinkel und Christina Kohl eine positive Bilanz: „In Sachen DRM-Stand konnten wir uns stark verbessern, haben zu René Mandel / Dennis Zenz aufgeschlossen, deren Ausscheiden wir bedauern. Viel lieber hätten wir uns auf der Strecke mit ihnen auseinandergesetzt. Welches Tempo wir fahren können haben wir zu Beginn der Thüringen Rallye bewiesen, wo wir den Kontakt zu einem in Bestform befindlichen Fabian Kreim halten konnten. Auch in den zwei noch ausstehenden DRMLäufen Niedersachsen und 3-Städte-Rallye möchten wir hochmotiviert angreifen, um die hart umkämpfte DRM 2017 zumindest als Vizemeister beenden zu können.“

 

 

Dominik Dinkel / Christina Kohl fahren beim Experimentieren in Weiz/A Gesamtrang 4 ein!

Rossach (24.07.2017). Damit hat das Brose Motorsport Rallye Team Domi-nik Dinkel / Christina Kohl im Rahmen der Rallye Weiz seinen Auftrag mehr als erfüllt. Denn eigentlich ging es nur um vom Deutschen Rallye Meisterschaftsdruck befreites Testen und Erfahrungen sammeln auf an-spruchsvollem Terrain. Was dabei heraus kam, kann sich wirklich sehen lassen.

Vierte Gesamt, beste Nicht-Österreicher, zweitbeste Teilnehmer mit einem R5 Fahrzeug, beste Skoda-Piloten und beste Rallye Weiz Neulinge 2017. Um diese Leistung richtig einstufen zu können, müssen wir zunächst kurz den Anspruch der Veranstaltung in der Oststeiermark und die dortigen Konkurrenten des Brose Rallye Teams betrachten. 14 Wertungsprüfungen (WP) über 178,16 Kilometer standen auf dem Programm, 6 davon waren am Freitag zu absolvieren, der Rest samstags. Die Top-Prädikate FIA European Rallye Trophy Central (ERTC) und Österreichische Rallye Staatsmeisterschaft lockten ein hochkarätiges, internationales 85-Starter-Feld nach Weiz. Mit drei technisch überlegenen WRC-Autos an der Spitze, sowie mit einem ganzen Rudel bekannter Namen in R5-Fahrzeugen. Wie Nikolay Gryazin, Niki Mayr-Melnhof, Vojtech Stajf, Ondrej Bisaha und Antonin Tlustak, um nur einige davon zu nennen.

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Die Vorgabe für Dominik Dinkel und Christina Kohl lautete Kilometer zu sammeln, um gemeinsam mit der den Brose Skoda Fabia R5 betreuenden Baumschlager Rallye & Racing (BRR) Truppe möglichst viel an dessen Setup arbeiten zu können – auch auf die Gefahr hin, mal einen Dreh in die verkehrte Richtung zu tun. Lernen und probieren geht vor Platzierung, darüber bestand bei allen Beteiligten im Vorfeld Einigkeit. Ganz besonders der Freitag wurde dazu genutzt, verschiedenste Fahrwerkseinstellungen und Stabilisatoren zu testen. Was zunächst schwierig war, da sich das Brose Motorsport Rallye Team zuerst an die speziellen österreichischen Bedingungen wie Kurve an Kurve ohne nennenswerte Geraden dazwischen sowie ein ständig wechselndes Gripniveau der Teeroberflächen gewöhnen musste. Was Dominik und Christina mit Respekt taten, denn auch Raimund Baumschlager himself hatte eindringlich gewarnt: „Lernt zunächst, den teilweise eisglatten Asphalt zu lesen, bevor ihr versucht zu attackieren. Sonst riskiert ihr, ganz schnell von der Strecke zu fliegen.“ Genau dies passierte Nikolay Gryazin, der zwar auf der ersten WP schnell war, sich aber schon auf der zweiten vehement ins Unterholz verabschiedete.

Dominik Dinkel / Christina Kohl begannen als Gesamtsiebte, beendeten den Freitag auf der Sechs Over-All, fuhren beständig Top-Acht-Zeiten, waren auf dem 17,89 Kilometer langen Rundkurs Anger-Thannhausen (WP 4) sogar viertschnellste, noch vor Gerwald Grössing im Ford Fiesta WRC.

 

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Am Samstag verschärften sie – nun mit den Verhältnissen besser vertraut – ihre Gangart deutlich, kletterten rasch auf die fünfte Gesamt-Position, beendeten alle WPs unter den schnellsten Fünf. Zweimal setzten sie dritte Zeiten, waren im Brose Skoda Fabia sogar zweimal schnellste R5 Piloten. Erschüttern ließen sie sich auf ihrem Weg nach vorne durch nichts. Weder der Abbruch der WP Gollersattel II noch die Streichung der Prüfung Koglhof I brachte das Brose Rallye Team aus dem Konzept. Auch nicht der am Nachmittag einsetzende Regen. Ganz im Gegenteil: Den nutzte man, um mit einem Wet-Standard-Setup neue Reifen auszuprobieren. Wobei Dominik und Christina auch Versuche mit über Kreuz verwendeten weichen und harten Gummimischungen unternahmen. Sehr erfolgreich übrigens, denn auf dem 9,77 Kilometer Rundkurs Naas I verloren sie lediglich 8,7 Sekunden auf die vom amtierenden österreichischen Meister Hermann Neubauer im Ford Fiesta RS WRC gesetzte Bestmarke. Ein Glanzstück gelang Dominik Dinkel / Christina Kohl auf der letzten WP: In der Zweitbefahrung von Naas waren sie Zweitschnellste des Gesamtfeldes.

 

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Entsprechend positiv fällt Dominik Dinkels Bilanz aus. Der 24 Jahre junge Kfz.-Meister aus dem oberfränkischen Rossach erklärt: „Wir haben unglaublich viel probiert und gelernt, besonders am ersten Rallyetag. Am zweiten konnten wir die gewonnenen Erkenntnisse bereits umsetzen. Für uns ist besonders erfreulich, dass wir samstags nur 12,3 Sekunden auf den hoch eingeschätzten Niki Mayr-Melnhof im Ford Fiesta R5 verloren haben. Den größten Teil seines Gesamtvorsprungs hat sich der Local-Hero am Freitag geholt, als wir noch dabei waren die Grenzen des Machbaren auszuloten und dabei total safe agierten.“ Dominiks Copilotin Christina Kohl (30/Tiefenbach bei Passau) ergänzt: „Wir mussten unser bisheriges Aufschriebsystem und damit auch mein Ansagetempo erst an die für uns komplett neuen Bedingungen anpassen. Was wir so ab Mitte der Rallye auch gut hinbekommen haben.“ Dominik und Christina stehen voll zur kürzlich getroffenen Entscheidung, anstatt der Deutschland zwei Rallyes in Österreich zu bestreiten. „Dort gibt es ein tolles Umfeld und höchst selektive Prüfungen. Diese sind ideal, um sich weiter zu entwickeln“ geben beide unisono zu Protokoll.

Mit frisch gestärktem Selbstvertrauen freuen sie sich nun auf den nächsten Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM). Dieser geht am 4. und 5. August rund um Pößneck in Szene. „Wir hoffen, basierend auf den Erfahrungen von der Weiz Rallye, bei der S-DMV Thüringen Rallye sowie bei den noch verbleibenden weiteren DRM-Läufen von Anfang an ein hohes Tempo gehen zu können.“ Das klingt gut! Weiteres Rüstzeug zur Umsetzung dieser Marschroute haben sich Dominik Dinkel und Christina Kohl bei ihrem Trip nach Österreich auf jeden Fall schonmal geholt.

 

Mit einem erneuten Podiumsplatz festigt das
Brose Rallye Team Dominik Dinkel / Christina Kohl DRM-Rang drei

Rossach (26.06.2017). Eins steht fest: Die Deutsche Rallye Meisterschaft (DRM) 2017 hat es absolut in sich, ist nichts für schwache Nerven. Denn das Niveau ist hoch wie nie zuvor, die Abstände an der Spitze minimal. Das erfordert von den Akteuren allerhöchsten Einsatz. Diesen zeigte das Brose Motorsport Team Dominik Dinkel / Christina Kohl bei der ADAC Rallye Stemweder Berg am 23. und 24. Juni einmal mehr.

Von den 15 auf Bestzeit zu absolvierenden Wertungsprüfungen (WP) über insgesamt 141,20 Kilometer haben Dominik Dinkel / Christina Kohl mit dem Brose Skoda Fabia R5 drei gewonnen. Ebenfalls dreimal lieferten sie die zweitschnellste Zeit ab, fünfmal waren sie WP-Dritte. Mehrfach lagen dabei die Rückstände auf die Bestzeit lediglich im Zehntelsekundenbereich. Was einerseits zeigt, wie beinhart der Wettbewerb in der DRM aktuell ist, andererseits aber auch klar belegt, dass sich das Brose Rallye Team in der absoluten Spitze dieser Meisterschaft fest etabliert hat.

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Rund um die in Ostwestfalen gelegene Stadt Lübbecke kämpften sie auf den 5 Prüfungen der Freitagabendschleife (41,4 Kilometer) zunächst mit einem leicht untersteuerndem Fahrverhalten ihres Brose Fabia R5. Was sie aber nicht davon abhielt, sich im Zuschauer-Rundkurs Motorpark ihre erste Bestzeit des Wochenendes zu sichern. Unter dem Strich ergab dies zusammen mit den restlichen WP-Resultaten Zwischenrang vier, nach etwas mehr als 25 Minuten gewerteter Gesamtfahrzeit hatten sie auf die Leader René Mandel / Dennis Zenz im Ford Fiesta R5 nur 5,3 Sekunden verloren. Im letzten Service des Freitags änderte die erfahrene, für die Betreuung des Brose Fabia R5 zuständige Truppe des Baumschlager Rallye & Racing Teams (BRR) die Fahrwerkseinstellungen, folgte dabei den detaillierten Aussagen und Wünschen von Kfz.-Meister Dominik Dinkel.

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Das zeigte Wirkung, das Skoda-Handling ist von da an perfekt. Schnell finden Dominik Dinkel / Christina Kohl einen flüssig-schnellen Rhythmus, setzen auf der zweiten WP des zweiten Rallyetages ihre Bestzeit Nummer zwei. In diesem Stil machen sie weiter. Fliegen im Windschatten der amtierenden Deutschen Rallye Meister Fabian Kreim / Frank Christian (Skoda Fabia R5), die seit dem Samstagmorgen die Rallye Stemweder Berg anführen, zu weiteren Topzeiten. Klettern so rasch von Gesamtplatz vier auf Rang zwei nach oben. Zwei identische Schleifen über jeweils drei WPs haben ihnen dazu gereicht. Nun stehen noch zweimal zwei Prüfungen im Roadbook. Gleich auf der ersten dieses Viererpacks, auf der 11,10 Kilometer langen WP Schnathorst 1, sind Dominik und Christina souverän die Schnellsten, legen 2,8 Sekunden zwischen sich und ihre Verfolger. Auf der nächsten WP tauchen sie dann „nur“ als Fünfte der Zeitenliste auf, sind nach 11,47 Kilometern 17,7 Sekunden hinter der Bestmarke zurück. Pilot Dominik Dinkel erläutert: „Ein klitzekleiner Fehler hat zu einem Dreher geführt. Wir sind in einem engen 90-Grad-Linksabzweig mit dem kurveninneren Hinterrad nur ganz leicht auf den Gummistandfuß einer Markierungsbarke geraten. Das hat genügt, um das Auto aus der Balance zu werfen. Wir haben uns halb gedreht und sind quer zur Fahrtrichtung stehen geblieben. Da die Straße schmal war, musste ich mehrmals vorund zurücksetzen, bevor wir weiterfahren konnten.“ Augenzeugen zufolge hat dieses Manöver gute 15 Sekunden gekostet. Das sind leider genug, um das Brose Rallye Team vom zweiten auf den dritten Platz der Gesamtwertung zurückrutschen zu lassen.


Dennoch stecken sie nicht auf, gehen motiviert in die beiden letzten Prüfungen hinein, sind auf der als Powerstage dienenden WP Schnathorst 2 mit Minimalrückstand Dritte, holen sich dadurch 3 DRM-Extrazähler. Auch in die letzte Stemwede-WP gehen sie im Angriffsmodus. Erst als sie beim „Cutten“ einen im Gras verborgenen Stein touchieren und dabei eine Felge verbiegen, schalten sie auf Safety-Mode zurück. Trotzdem setzen sie noch die dritte Zeit!

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Den dritten Gesamtplatz bei der ADAC Rallye Stemweder Berg sieht Dominik Dinkel positiv. Der 24-Jährige aus dem unterfränkischen Rossach zieht sachlich Bilanz: „Wir haben DRM-Rang drei gefestigt, konnten den Vorsprung auf die hinter uns Platzierten vergrößern. Von den Jungs vor uns sind wir nicht zu weit weg. Bei den noch ausstehenden drei DRM Läufen gibt es immerhin noch 90 Punkte zu holen. Von denen wollen wir uns so viele wie irgend möglich sichern. Unsere noch junge R5-Erfahrung wächst, wir blicken optimistisch nach vorne.“

Das nächste DRM-Kräftemessen gibt es im Rahmen der 56. S-DMV Thüringen Rallye rund um Pößneck. Die Streckencharakteristik dort kennen Dominik Dinkel und seine 30-jährige Copilotin Christina Kohl aus dem nahe Passau gelegenen Tiefenbach gut, haben dort schon eine Menge Starts absolviert. Auf dem Gesamtpodium standen sie dabei bisher nicht. 2017 kann sich das aber ändern. Der dazu nötige Speed ist beim symphatischen Brose Rallye Team auf jeden Fall vorhanden.

 

 

Zurück in der Erfolgsspur: Podiumsplatz für das Brose Rallye Team Dominik Dinkel / Christina Kohl in Sachsen

 

Rossach (29.05.2017). Eins war klar: Nach dem unglücklichen Ausfall in Sulingen mussten jetzt unbedingt sichere Punkte her! Das war die Marschroute für das Brose Motorsport Team bei der ultraschnellen AvD Sachsen-Rallye, an die sich Dominik Dinkel / Christina Kohl im Brose Sko-da Fabia R5 perfekt hielten. Mit Rang drei der Gesamtwertung belohnten sie sich selbst dafür.

 

Okay, zugegeben, völlig rund und wunschgemäß lief es beim vierten Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) rund um Zwickau für das Brose Team noch nicht wieder. Aber trotz einiger Nickligkeiten blieben Dominik Dinkel und Christina Kohl bei hohen Außentemperaturen cool, passten sich jederzeit der herrschenden Situation an. Dass es die 12 Sachsen-Bestzeit-Wertungsprüfungen (WP) echt in sich hatten zeigt die hohe Ausfallquote: Von den 90 gestarteten Teams erreichten lediglich 69 das Ziel auf dem malerischen Zwickauer Kornmarkt.

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Überhaupt ist die viertgrößte Stadt Sachsens absolut rallyefreundlich. Denn neben dem Platz für den Servicepark bot sie auch die Bühne für die spektakuläre WP Glück-Auf-Brücke, die am Freitagabend ebenso zweimal zu befahren war wie die knapp 10 Kilometer lange Hirschfeld-Prüfung. Nach diszipliniertem Beginn setzten sich Dominik Dinkel / Christina Kohl beim zweiten Auftritt über die vier Runden des Stadtkurses groß in Szene, markierten die zweitschnellste Zeit, hielten dabei die komplette, bei der Sachsen-Rallye traditionell starke Porsche-Armada souverän hinter sich. Das brachte sie auf Zwischenrang drei, 12,9 Sekunden hinter den Leadern Fabian Kreim / Frank Christian (Skoda Fabia R5). Auf Platz zwei, den René Mandel / Dennis Zenz (Ford Fiesta R5) bezogen hatten, fehlten ihnen lediglich 8 Zehntelsekunden.

 

Am Samstagvormittag steht zweimal die 8,78 Kilometer WP Neuschönburg auf dem Programm, die mit Schotteranteilen gespickt ist. Beim ersten Durchgang bremst der Sulingen-Wurzeltreffer im Hinterkopf, wertvolle Se-kunden gehen verloren. „Ich war da einfach zu vorsichtig“ gesteht Dominik Dinkel freimütig. „Ich wollte auf keinen Fall irgendwo anschlagen oder ir-gendetwas kaputtmachen. Obendrein ist die superschnelle Sachsen-Rallye sowieso eine besondere Veranstaltung. Auf den Highspeed-Passagen mit ihren häufigen Belagwechseln fehlt uns noch die R5-Erfahrung. Der Daten-aufzeichnung haben wir entnommen, dass wir zum Teil in den Ortsdurch-fahrten bis zu 170 Sachen draufhatten, auf den ultraschmalen, welligen Pfaden lagen mehrfach über 195 km/h an. Das ist für uns, die wir vom S2000 kommen, ein gewaltig höheres Geschwindigkeits-Level, an das wir uns erst gewöhnen mussten. Einen speziellen, ausgiebigen Test, wie ihn die Ford R5-Truppe zur Vorbereitung absolvieren konnte, hatten wir nicht.“

 

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Trotzdem passen sich Dominik und Christina schnell den Herausforderun-gen des sächsischen Straßen- und Wegenetzes an, legen auf den sechs Nachmittagsprüfungen ein Spitzentempo vor. Dabei stecken sie auch lo-cker weg, dass die WP 7 plötzlich länger ist. Denn im Vergleich zur Stre-ckenbesichtigung ist das Ziel ohne offizielle Verlautbarung deutlich nach hinten verlegt. Das irritiert. Die folgende Prüfung Weißensand läuft für das Brose Rallye Team anfangs perfekt, aber 1,7 Kilometer vor dem Ziel stellt der 1,6-Liter Turbomotor plötzlich nicht mehr die vollen 280 PS zur Verfü-gung. Die Steckverbindung der elektronischen Ladedruckregelung hat sich auseinander vibriert. Kfz.-Meister Dominik Dinkel findet den Fehler schnell, im Telefondialog mit dem betreuenden Baumschlager Rallye & Racing Team (BRR) macht er den Brose Fabia wieder topfit. Aber damit ist der Un-bill leider noch nicht genug. Vor der 22,79 Kilometer langen Königs-WP Kirchberg gibt es eine Verzögerung von fast einer Stunde. Das stört den gerade gefundenen persönlichen Sachsen-Rhythmus, alle Temperaturen in den Autos gehen nach unten. Auch die der Reifen und Bremsen, was die Aufgabe nicht leichter macht und präzises Fahren erschwert.

 

Das Finale ist die Wiederholung der gerade geschilderten Schleife. Mit der Bestzeit auf der Prüfung Frauenreuth 2 stellen Dominik und Christina ihr Potenzial unter Beweis. Auf den verbleibenden zwei WPs konzentrieren sie sich ganz auf das Sicherstellen des dritten Gesamtranges. Dies gelingt oh-ne Schwierigkeiten. „Insgesamt war es für uns eine durchwachsene Ral-lye“ resümiert der 24 Jahre junge Pilot aus dem oberfränkischen Rossach. „Ohne die diversen kleinen Probleme wäre hier sicher noch mehr drin ge-wesen.“ Zusammen mit seiner 29-jährigen Copilotin Christina Kohl aus Tiefenbach bei Passau schaut er zuversichtlich nach vorne: „Noch sind vier DRM-Läufe zu absolvieren. Bei unserer erst fünften Rallye auf dem Brose Fabia R5 haben wir erneut unglaublich viel dazu gelernt. An die speziellen Highspeed-Anforderungen konnten wir uns erfreulich schnell anpassen.“

 

Letzteres ist eine gute Eigenschaft, denn die ADAC Rallye Stemweder Berg in Nordrhein-Westfalen wartet am 23. und 24. Juni 2017 wieder mit gänz-lich anderen Herausforderungen auf. Die das Brose Rallye Team Dominik Dinkel / Christina Kohl aus dem Vorjahr in guter Erinnerung hat. Als sie unter schwierigsten Bedingungen im KRT Skoda Fabia S2000 zu Gesamt-platz zwei „schwammen“. Sie werden alles daransetzen, dieses Ergebnis 2017 zu bestätigen. Auch wenn die Anzahl der hochkarätigen Autos in der DRM gewaltig gestiegen ist, das sympathische Brose Rallye Duo bleibt pro-fessionell auf Podiumserfolge fokussiert.

 

That’s Rallye: Gerade Führung übernommen, dann Ausfall für das Brose Rallye Team Dominik Dinkel / Christina Kohl in Sulingen

 

Rossach (08.05.2017). Der Speed ist hoch und der Grat, auf dem in der Spitze der Deutschen Rallye Meisterschaft 2017 (DRM) balanciert wird, superschmal. Das haben die bisherigen zwei Läufe deutlich gemacht. Bei der 30. ADAC Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“ hat sich dieser Trend nahtlos fortgesetzt, was gleich mehrere unerwartete Favoriten-Ausfälle nach sich zog. Zu denen leider auch Dominik Dinkel / Christina Kohl im Brose Skoda Fabia R5 zählten. 

 

Weit in den Norden ging es für das Brose Rallye Team zum dritten DRM-Lauf am 05. und 06. Mai. Rund 50 Kilometer südlich von Bremen war der Servicepark in Sulingen der Dreh- und Angelpunkt, von dem aus insgesamt 87 Teams die Veranstaltung in Angriff nahmen. Vor ihnen lagen 159,3 Bestzeitkilometer (WP), gewürzt mit einem Schotteranteil von 14,3 Prozent. Das gesamte Geläuf präsentierte sich rutschig und schmierig, war echt tückisch. Was seinen Tribut forderte und die Ausfallquote auf fast 35 Prozent hochtrieb. Mit von der Partie waren alle DRM-Fixstarter, zu denen sich starke internationale Gäste gesellten, wie zum Beispiel der Niederländer Hermen Kobus auf einem weiteren Skoda Fabia R5.

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Von all diesen Begleitumständen völlig unbeeindruckt gingen Dominik Dinkel / Christina Kohl auf die drei WPs der Freitagabendschleife. Diese beinhaltete die zweimal zu befahrende Start-Ziel-Prüfung Bahrenborstel (12,1 km) sowie als Zuschauerattraktion den 4,3 Kilometer kurzen Rundkurs Sulingen. Tag eins endete mit einer Skoda Doppelführung, sah die amtierenden deutschen Rallye Meister Fabian Kreim / Frank Christian 11,2 Sekunden vor Dominik und Christina. Die sich ihrerseits als souveräne Zweite auf den Drittplatzierten ex-Autocross-Europameister René Mandel im Ford Fiesta R5 ein beruhigendes Polster von 28,4 Sekunden herausfahren konnten.

 

Der Samstag ist ereignisreich. Das beginnt um 08:39 Uhr mit der 11,2 Kilometer-Prüfung Borstel. Die Leader Kreim / Christian verkeilen sich nach einem Verbremser mit dem linken Vorderrad am Fundament eines Güllesilos und sind aus dem Wettbewerb, den nun das Brose Motorsport Rallye Team anführt. Mit dieser Erkenntnis gehen Dominik Dinkel / Christina Kohl die von vielen im Feld gefürchteten 24,8 Kilometer im IVG-Gelände – einem ehemaligen Militärdepot – an. Fehlerfrei durchkommen und abwarten was der Konkurrenz gelingt, das ist ihre Marschroute. Die sie mit der zweitschnellsten Zeit perfekt umsetzen. „Wir haben uns bewusst Luft gelassen, besitzen hier noch eine Menge Reserven“ berichtet Pilot Dominik Dinkel.

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Im anschließenden Service wird der Brose Fabia R5 von der betreuenden Baumschlager Rallye & Racing (BRR) Truppe gründlich durchgecheckt und für das weitere Programm der Veranstaltung bestens vorbereitet. In dem als nächster Akt die Wiederholung der WP Borstel ansteht. Von dieser gibt es zwei Splitzeiten, die Dominik Dinkel und Christina Kohl als jeweils Schnellste ausweisen. Doch im WP-Ziel fehlen sie. Auf einem schmalen Schotterabschnitt trifft Dominik beim Einlenken in eine mittelschnelle Rechtskurve eine Wurzel, die den Brose Fabia noch weiter nach innen zieht und aushebelt. Er stellt sich auf die linken Räder auf, zeigt den Unterboden, droht für einen Moment sogar zu kippen. Doch Dominik reagiert blitzschnell, nimmt den Lenkeinschlag zurück, der Skoda landet wieder auf allen Vieren, allerdings links neben der Strecke. Der Zwischenfall liefert spektakuläre Action-Bilder. Und eigentlich sollte es nun mit minimalen Zeitverlust aus eigener Kraft weitergehen können. Aber daraus wird leider nichts. Der Wurzelkontakt hat die Befestigungsschraube des rechten unteren Querlenkers aus der Verankerung gerissen, das Brose Team muss mit äußerlich unbeschädigtem Auto aufgeben.

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Danach ist die Luft aus der ADAC Rallye Sulingen raus. Der prickelnde DRM Sekundenkrimi,der bei den letzten Läufen die Fans faszinierte, findet diesmal nicht statt. Die Podiumsplatzierten trennen Minutenabstände, auch auf den Ehrenplätzen dahinter geht es ähnlich weiter. Das wird hoffentlich beim nächsten DRM-Lauf schon wieder anders sein. Das ist die AvD-Sachsen Rallye rund um Zwickau mit ihren Highspeed-Asphaltprüfungen am 26. und 27. Mai. Das Brose Motorsport Rallye Team lässt nach dem Ausfall in Sulingen den Kopf keinesfalls hängen. „Wir wissen, dass die Saison noch lang ist und schauen positiv nach vorne. Bei der Sachsen Rallye waren wir schon im Vorjahr im Fabia S2000 top dabei, lagen auf Podiumskurs, bevor uns ein Motorproblem kurz vor Ende der Veranstaltung stoppte. Unser aktueller Brose Skoda Fabia R5 erzielt eine wesentlich höhere Spitzengeschwindigkeit als der S2000, wir sollten also 2017 bei der schnellen Sachsen Rallye absolut konkurrenzfähig sein“ erklärt uns Dominik Dinkel, der 24 Jahre junge Kfz.-Meister aus dem oberfränkischen Rossach. Er und sene 29-jährige Copilotin Christina Kohl aus Tiefenbach bei Passau haben schon mit akribischen Vorbereitungen für ihren nächsten DRM Einsatz begonnen. Bei dem sie, unterstützt von ihrem tollen Team, erneut angreifen und wie gewohnt alles geben werden.

 

Starker Gesamtrang zwei für Dominik Dinkel
bei der Hessen Rallye

Rossach (10.04.2017). Was für ein Wochenende! Am ersten Tag der ADAC Hessen Rallye Vogelsberg erobern Dominik Dinkel / Christina Kohl vom Brose Motorsport Rallyeteam knapp die Gesamtführung, nach einem Plattfuß am Brose Skoda Fabia R5 fallen sie auf Rang fünf zurück. Nach einer grandiosen Aufholjagd dürfen sie im Ziel aber verdient als Zweite jubeln.

Wir erinnern uns: Den ersten Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) im Saarland beendete das Brose Motorsport Rallyeteam auf Gesamtrang fünf. Eine unglückliche Reifenwahl im Finale, kombiniert mit mangelnder Erfahrung mit dem Turbo-Allrad Brose Skoda Fabia R5 bei gemischten und nassen Bedingungen verwässerten im wahrsten Sinne des Wortes das Ergebnis, das ihrem zuvor gezeigten hohen Potential nicht wirklich gerecht wurde.

Entsprechend motiviert und auf eine hohe DRM-Punkteausbeute fokussiert reisten der 24 Jahre junge Kfz.-Meister Dominik Dinkel aus dem oberfränkischen Rossach und seine Tiefenbacher Copilotin Christina Kohl (29) in den hessischen Vogelsbergkreis. Wo rund um die Burgenstadt Schlitz 12 auf Bestzeit zu absolvierende Wertungsprüfungen (WP) auf sie warteten, deren insgesamt 134,64 Kilometer mit einem Schotteranteil von fast 15 Prozent gewürzt waren. Deftig auch die Konkurrenz: Acht R5-Fahrzeuge sowie zwei S2000-Renner fanden sich in der Liste der 82 Teilnehmer. Nur 58 davon beendeten die zweite DRM-Runde in Wertung, was die hohen Anforderungen der Vogelsberg Rallye deutlich hervorhebt.

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Die zwei Schleifen des Freitagabends beinhalteten die WP-Klassiker "Kreutzersgrund" und den spektakulären Rundkurs "Willofs", die je zweimal zu befahren waren. Dominik Dinkel und Christina Kohl rollten sich auf der ersten Prüfung als Fünfte ein, stürmten anschließend in "Willofs" zur Bestzeit, übernahmen nach WP 3 zeitgleich mit den anfänglichen Leadern Christian Riedemann / Michael Wenzel im Peugeot 208 T16 R5 sogar die Gesamtführung. In der Zweitbefahrung von "Willofs" zauberte das Brose Motorsport Rallyeteam auch im Dunklen wieder die schnellste erste Runde auf den Asphalt, zu Beginn der zweiten rutschten sie unglücklich von der Bahn. "In der nicht einzusehenden Rechts nach dem Start lagen plötzlich mehr Steine und Schmutz auf der Fahrbahn als erwartet. Das Heck brach aus, wir gerieten nach links auf die abfallende Böschung und mussten uns mühevoll durch einen Weidezaun zurück auf die Straße kämpfen" berichtet Pilot Dominik. Der Vorfall kostet Zeit und die Luft im vorderen rechten Reifen. Eine weitere Runde funktioniert das noch halbwegs, aber in der letzten rollt der Brose Fabia auf der blanken Felge. Mehr als eine halbe Minute geht so verloren, Dominik und Christina finden sich im Zwischenklassement als Fünfte wieder, ihr Rückstand auf Platz eins beträgt 30,4 Sekunden. Die vor ihnen liegenden Konkurrenten fühlen sich nach diesem Vorfall sicher, viele Beobachter streichen das Brose Rallyeteam bereits von der Liste der Spitzenplatz-Anwärter. Damit handeln sie leichtfertig und zu früh, wie wir gleich erfahren werden.

Im Freitags-Schlussservice bügelt die erfahrene Mannschaft von Baumschlager Rallye & Racing (BRR), die für den Einsatz und die Betreuung des Skodas verantwortlich zeichnet, die leichten optischen Blessuren am Fabia R5 rasch und gekonnt aus, überprüft die Technik gründlich, stellt ein Top-Auto auf die Räder. Bleibt nur noch die Frage nach der Stimmungslage der Besatzung. Wie werden sie mit der Situation umgehen, vom Gejagten wieder zum Jäger geworden zu sein?

Die Antwort darauf kommt schnell. Dominik und Christina schalten am Samstagmorgen sofort in den absoluten Angriffsmodus. Dabei sind sie in guter Gesellschaft. Denn auch die amtierenden Deutschen Rallyemeister, die Fabia R5 erfahrenen Skoda Markenkollegen Fabian Kreim / Frank Christian müssen nach einem verhaltenen Auftakt das Tempo kompromisslos anziehen. Im ersten Loop über die WPs "Feldatal" und "Ulrichstein" setzen sie die Bestmarken, das Brose Motorsport Rallyeteam folgt im Windschatten. Den zweiten Tag der Hessen Rallye Vogelsberg dominieren Kreim / Christian und Dominik Dinkel / Christina Kohl eindeutig, ihre Mitbewerber finden kein Mittel gegen das vorgelegte Tempo. Nach WP 6 liegt das Brose Motorsport Rallyeteam bereits auf Platz vier Gesamt. Zwei Prüfungen haben gereicht um den 21,2 Sekunden Rückstand auf ex-Autocross-Europameister René Mandel und seinen "Co" Dennis Zenz im Ford Fiesta R5 in einen 1,5 Sekunden Vorsprung zu verwandeln. Dominik und Christina orientieren sich entschlossen ausschließlich nach vorne. Der Deutsche Rallyemeister von 2011, Sandro Wallenwein, der zusammen mit Marcus Poschner ebenfalls einen Skoda Fabia R5 bewegt, liegt als Dritter noch 13,1 Sekunden vor ihnen. Seinen Podiumsplatz wollen Dominik und Christina unbedingt haben, also wird weiter hart attackiert.

Es soll noch einmal über "Feldatal" und "Ulrichstein" gehen, sie stehen als WP 7 und 8 im Programm. Kurz nach dem Start von "Feldatal 2" überschlägt sich die das Feld eröffnende Peugeot Speerspitze Christian Riedemann heftig. Die WP kann danach nicht mehr fortgesetzt werden. Damit ist das Brose Rallyeteam auf die Drei geklettert. Freude darüber kommt nicht auf, viel lieber hätten sie diese Entscheidung auf der Strecke herausgefahren. Durch den Prüfungsabbruch fehlen ihnen jetzt obendrein 12,96 Kilometer zum weiteren Aufholen. Aber allein auf WP 8 nehmen sie Wallenwein / Poschner nun 6,9 Sekunden ab, sind zur Mittagsrast bis auf 6,2 Sekunden an diese herangerückt.

"Niederaula" und "Schlitz" sind die Bühnen für die Nachmittagsauftritte. Auch dieses WP-Duo ist zweimal zu absolvieren, bevor final zusammengezählt wird. Das Bild an der Spitze ändert sich nicht. Bestzeit auf "Niederaula 1" für Kreim / Christian, dichtauf gefolgt von Dinkel / Kohl. Wallenwein / Poschner wehren sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den drohenden Platztausch, müssen sich aber von Dominik und Christina 3,2 Sekunden abnehmen lassen. Vom einstmals großen Vorsprung sind nun nur noch 3,0 Sekunden übrig. Ganz vorne scheinen Fabian Kreim / Frank Christian einem sicheren Sieg entgegen zu fahren. Doch nun schwebt die Defekthexe über dem Kreim Skoda mit der Startnummer eins, beschert ihm einen Reifenschaden. Der kostet etwas über 40 Sekunden und die Führung. Diese übernehmen mit klarer WP-Bestzeit Dinkel / Kohl im Brose Fabia, neun Zehntel vor Kreim / Christian und 4,7 Sekunden vor Wallenwein / Poschner, die jetzt Dritte sind.

Das Finale steht an, auf den nächsten zwei Prüfungen muss die Entscheidung fallen. "Niederaula" zählt zu Fabian Kreims Lieblingsprüfungen, nicht zuletzt wegen des hohen Schotteranteils. Fabian setzt den Joker, spielt all seine Erfahrungen auf losem Geläuf aus, die er letztes Jahr in einer vollen Saison Asia-Pacific Rally Championship reichlich sammeln konnte. Dominik Dinkel, der "Aufsteiger des Jahres 2016", hält bei seiner erst dritten Rallye in einem R5-Boliden wacker dagegen, benötigt lediglich 6,6 Sekunden mehr als Fabian Kreim für die schwierigen 11,39 Mix-Kilometer. Sandro Wallenwein bleibt angesichts des Speeds der beiden Frontrunner nur noch das Absichern seines dritten Ranges. Die beiden Spitzenreiter trennen vor der letzten WP 5,7 Sekunden. Das ist kein Polster zum Ausruhen für den Leader. Dominik Dinkel / Christina Kohl schreiten zur Schlussattacke, holen alles aus sich und dem Brose Fabia R5 heraus. Setzen mit 9:18,1 Minuten die Bestmarke, 6 Zehntel vor Kreim / Christian, holen mit einer Gesamtfahrzeit von 1:20:46,6 Platz zwei der Hessen Rallye Vogelsberg, liegen nach selektiven 134,64 Bestzeit-Kilometern nur 5,1 Sekunden hinter den Siegern.

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Im Ziel strahlen Dominik und Christina verdient: "Nun haben wir unser Missgeschick von der Saarland-Pfalz Rallye weitestgehend ausgeglichen. Was aber noch viel wichtiger ist: Wir konnten wertvolle weitere Erfahrungen mit dem Setup unseres Brose Skoda Fabia R5 sammeln und unseren Speed nochmals erhöhen. Das nun erreichte Level gibt Zuversicht für die nächsten Veranstaltungen, auf die wir uns schon riesig freuen. Mit dem heutigen Resultat sind wir total happy, ich bedanke mich bei allen in meinem Team herzlich für ihre super Arbeit und Unterstützung. Ganz besonders auch bei meinen tollen Fans, die uns zusätzlich richtig gepusht haben." Diesem Fazit von Dominik Dinkel ist nichts hinzuzufügen. Außer, dass es am 05. und 06. Mai mit der 30. ADAC Rallye "Rund um die Sulinger Bärenklaue” weitergeht.

 

Dominik Dinkel setzt zum
Saisonauftakt erste Highlights

Rossach (06.03.2017). Beim ersten Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) war das Brose Motorsport Team Dominik Dinkel / Christina Kohl von Beginn an in der absoluten Spitze unterwegs, lag – bis im letzten Loop unerwartet früh einsetzender Regen die Platzierungen nochmals kräftig durcheinanderwirbelte – auf dem hervorragenden zweiten Gesamtrang.

Diesen hatten sie sich im absolut hochkarätigen Teilnehmerfeld der ADAC Saarland-Pfalz Rallye hart erarbeiten müssen. Insgesamt neun Fahrzeuge der Topklasse R5 waren in der Starterliste zu finden, pilotiert teils von erfahrenen Routiniers, teils von ehrgeizigen, jungen Heißspornen. Eine brisante Mischung also, die an der Spitze einen spektakulären Sekunden-Krimi entfachen sollte. Ausgetragen auf in 12 anspruchsvolle Wer-tungsprüfungen (WP) unterteilten 125,92 Bestzeitkilometern, deren Fahrbahnbelag hauptsächlich aus trockenem Asphalt bestand, dieser allerdings gespickt mit tückischen feuchten Flecken und Wasserpfützen, sowie einem Schotteranteil von 5,28 Kilometern. Professionell, fehlerfrei und mit hohem Speed gingen der 24 Jahre junge Rossacher Kfz.-Meister Dominik Dinkel und seine Copilotin Christina Kohl (29/Tiefenbach) im Brose Skoda Fabia R5 die drei WP’s des Freitagabends an, beendeten diese auf Gesamtrang drei, mit einem Minimalrückstand von 3,4 Sekunden auf die führenden deutschen Vorjahres-Rallyemeister Fabian Kreim / Frank Christian (Skoda Fabia R5). Konstant schnell setzten Dinkel / Kohl am Samstag ihren starken Auftritt fort, der sie in der Morgenschleife über die kurzen Sprint-WPs Altenglan und Freisen-Westrich zur Königsprüfung Windpark führte, deren zweieinhalb Runden 25,58 hochselektive Kilo-meter ergaben. Dabei stets unter den besten Vier der Gesamtzeitenliste geführt, glänzte das Brose Motorsport Rallyeteam besonders auf der längsten WP des Tages mit der zweitschnellsten Zeit, verpasste den Bestwert hauchdünn um lediglich drei Zehntelse-kunden. Dadurch konnten Dominik und Christina ihren dritten Gesamtplatz festigen, hatten sich so bis auf 0,1 Sekunden an die Zweiten, Christian Riedemann / Michael Wenzel im Peugeot 208 T16 R5, heran gezoomt. Nach dem 30-Minuten Service in St. Wendel, der von der eingespielten BRR-Mannschaft rund um Mundl Baumschlager wie immer routiniert und kompetent abge-wickelt wurde, stand am frühen Nachmittag die Wiederholung des Morgen-Loops an. Auf den beiden beginnenden Sprintprüfungen wiederholten Dominik Dinkel / Christina Kohl die Platzierungen der Erstbefahrung, konnten dabei sogar die Rückstände auf die 2/2 jeweilige Bestmarke minimieren. Ihr absolutes Highlight des Tages setzten sie auf den 25,58 Windpark-Kilometern, auf denen sie in 14:57,4 als einziges Team der Saarland-
Pfalz Rallye 2017 die 15-Minuten-Schallmauer unterbieten konnten, dabei 5,5 Sekunden schneller über diese Königsprüfung flogen als Kreim / Christian und 10,4 Sekunden vor Riedemann / Wenzel die Ziellinie kreuzten. Mit dieser Top-Leistung rückten sie auf Position zwei der Gesamtwertung vor.

 

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Während des letzten Service begannen dann erste dunkle Wolken langsam Richtung St. Wendel zu ziehen, wo die Autos für die abschließenden WPs vorbereitet wurden. Noch waren 21,95 Kilometer auf Bestzeit zu bewältigen, die Top-Fünf lagen in einem schmalen Zeitfenster von weniger als 50 Sekunden zusammen. Die erste Fahrt über die Prüfung Bosenberg verlief für die Spitzenautos noch trocken, das Brose Motorsport Rallyeteam erzielte die vierte Zeit, lag weiterhin auf Gesamtrang zwei. Aber schon auf der Verbindungsetappe zum Zuschauerrundkurs im Herzen von St. Wendel begann es heftig zu regnen, auf der Super-Special-Strecke bildeten sich Wasserpfützen. Dies eröffnete für Dominik Dinkel und Christina Kohl ein doppeltes Problem: Erstens passte die Bereifung nicht, das Griplevel ging Richtung Null, zweitens war es ja erst ihre zweite Rallye mit einem drehmomentstarken R5-Auto. Bedingungen, wie sie nun herrschten, hatten sie zuvor damit noch nicht meistern müssen, konnten daher auch nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Ein Verbremser, bei dem auch der Motor abstarb, war die Folge davon, wertvolle Zeit blieb liegen. Durch diesen Vorfall gewarnt, wurde die zweite Durchfahrt der Bosenberg-Prüfung abgeklärt absolviert ohne unwägbare Risiken einzugehen.

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Unter dem Saarland-Pfalz Schlussstrich bedeutete dies für Dominik Dinkel und Christina Kohl Gesamtrang fünf, auf einen Podiumsplatz fehlten winzige 2,7 Sekunden. Die Sechsten des Overall-Rankings, die ebenfalls einen Skoda Fabia R5 bewegten, lagen schon mehr als zwei Minuten hinter dem Brose Motorsport Rallyeteam zurück. Dessen Top-Leistung beim DRM-Auftakt 2017 aus dem reinen Schlussergebnis nicht wirklich heraus zu lesen ist. Pilot Dominik Dinkel nimmt es gelassen: „Klar, ein Podiumsplatz zum Auftakt hätte uns schon gefallen. Wir nehmen uns aus St. Wendel nun halt einfach das Positive mit. Zum Beispiel die 10 Punkte, die uns auf DRM-Zwischenrang fünf gebracht haben. Vor allem aber unsere über den allergrößten Teil des Wettbewerbes gezeigte Performance, die uns auf Augenhöhe mit der deutschen Spitzenklasse fahren ließ. Dazu die im Regen mit dem Brose Skoda Fabia R5 gemachten, wertvollen neuen Erfahrungen, die uns in Zukunft sicher noch viel helfen werden. Wir kommen auf jeden Fall voll motiviert zum nächsten DRM-Lauf, auf den wir uns jetzt schon riesig freuen!“


Das ist die ADAC Hessen Rallye Vogelsberg am 07. und 08. April 2017, deren Vorjahresauflage Dominik Dinkel und Christina Kohl im KRT Skoda Fabia S2000 als Gesamtzweite beendeten. Die Strecken sollten ihnen also schon mal liegen. Das ist eine solide Basis für 2017, auch wenn sich die Leistungsdichte und die Anzahl der siegfähigen R5-Teams an der DRM-Spitze drastisch erhöht hat. Aber wie heißt es doch so schön? Konkurrenz belebt das Geschäft! In diesem will und wird das Brose Motorsport Rallyeteam Dominik Dinkel / Christina Kohl nach Kräften vorne mitmischen.


 

 

Erkenntnisreicher Test auf Abschnitt
der Rallye Český Krumlov

Rossach (22.02.2017). Dominik Dinkel und Christina Kohl
schließen ihre Vorbereitungen auf die ADAC Saarland-Pfalz Rallye
mit einem eintägigen Test im BRR Skoda Fabia R5 ab.

 

„Endlich wieder im Wettbewerbsauto unterwegs!“ Das gab das Rallyeteam von Brose Motorsport heute unisono zu Protokoll. Denn zuletzt saßen sie bei der ADAC 3-Städte-Rallye Ende Oktober 2016 im BRR Skoda Fabia R5. Der Abschluss der Vorjahressaison war für Fahrer Dominik Dinkel und Copilotin Christina Kohl zugleich die erste Ausfahrt im 280 PS starken Turbo-Allradler. Alle weiteren Läufe zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) hatten sie im KRT Skoda Fabia S2000 mit Saugmotor bestritten. Insgesamt sicherten sie sich bei sechs Rallyes Podestplätze im Gesamtranking, sammelten so die Punkte für ihren sensationellen dritten Rang in der DRM 2016.

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Dank der großzügigen Unterstützung durch Brose Motorsport können der 24-jährige „Aufsteiger des Jahres 2016“ und seine Copilotin (29) die komplette neue Saison in einem von Baumschlager Rallye & Racing (BRR) eingesetzten, brandaktuellen Skoda Fabia R5 absolvieren. Auf einem 3 Kilometer langen, hochselektiven Teilstück einer Wertungsprüfung (WP) der Rallye Český Krumlov spulten sie heute unter den Augen des österreichischen Abo-Rallye-Staatsmeisters und BRR-Teamchefs Raimund Baumschlager problemlos knapp 100 Testkilometer ab. Neben dem Erproben verschiedener Fahrwerks-Setups lag das Hauptaugenmerk auf dem „schwarzen Gold“, sprich der Reifenpalette von Ausrüster Pirelli. „Wir haben so gut wie alle Optionen auf dem Auto gehabt. Weil wir aus dem Vorjahr wissen, wie schwierig und schnell wechselnd die Bedingungen bei der Saarland-Pfalz Rallye sein können“ erinnert sich Dominik Dinkel zurück. Sich ändernde Streckenverhältnisse gab es übrigens auch heute beim Test. Denn zu Beginn war die Straße – besonders in den Waldpassagen – noch nass, wurde dann aber im Laufe des Tages „trockengefahren“. Was BRR-Ingenieur Walter Illmer eine Vielfalt an hochinteressanten Daten bescherte, die natürlich abschließend zusammen mit „Mundl“ Baumschlager ausgewertet und besprochen wurden.

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Aus diesem Debriefing ist festzuhalten: Das Brose Motorsport Rallyeteam hinterließ einen bärenstarken Eindruck, bei der Saarland-Pfalz Rallye (03./04.03.17) wird man es auf der Rechnung haben müssen. Dominik Dinkel und Christina Kohl gehen zwar mit Respekt an den Meisterschaftsauftakt heran, fühlen sich aber nach intensivem Sportprogramm, technischem Workshop und dem heutigen Testtag bestens darauf vorbereitet.

 

 

Dinkel greift 2017 nach dem Titel

 Rossach (15.12.2016).

Dominik Dinkel wird 2017 im Skoda Fabia R5 fürden Bewerber Brose Motorsport um den Titel in der Deutschen Rallyemeisterschaftkämpfen und dabei gegen die Teams von Skoda Deutschland,
Peugeot und Ford antreten. Außerdem wird er am Weltmeisterschaftslauf inDeutschland teilnehmen.

Die technische Betreuung des Einsatzfahrzeugs kommt aus Österreich.

DieSkoda Spezialisten Baumschlager Rallye Racing (BRR) unter der Leitung von
Raimund Baumschlager liefern die nötige Erfahrung in der Spitzenklasse desdeutschen Rallyesports.

Beifahrerin von Dominik Dinkel ist wiederum Christina Kohl aus Tiefenbach.
Sie war einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg in der DeutschenRallyemeisterschaft 2016.

Der Rossacher Dominik Dinkel konnte auf dem Skoda Fabia R5 beim
Saisonfinale der Deutschen Rallyemeisterschaft 2016, der ADAC 3-Städte-Rallye, einen überzeugenden Erfolg feiern.

Beim ersten Einsatz in einemR5-Fahrzeug fuhr er Zeiten auf Augenhöhe mit dem Deutschen Meister und bewies mit dem zweiten Platz im Gesamtklassement sein Ausnahmetalent.

Michael Stoschek, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Brose Unternehmensgruppe,
dem weltweit erfolgreichen Automobilzulieferer und Mechatronikspezialisten, war 2006 Historic Rallye Europameister. Stoschek und die Brose Gruppe fördern den 24jährigen Dinkel bereits seit fünf Jahren.
Nach dem dritten Platz in der Deutschen Rallyemeisterschaft 2016 mit einem Skoda Fabia S2000 ist
die Zielsetzung für die kommende Saison klar gesteckt: „Wir wollen für Brose Motorsport den Titel in der Deutschen
Rallyemeisterschaft gewinnen“, erklärten Dinkel und Stoschek.

Über Brose: Brose ist weltweit der fünftgrößte Automobilzulieferer in Familienbesitz.
Das Unternehmen entwickelt und fertigt sowohl Elektromotoren und Elektronikals auch mechatronische Systeme für Fahrzeugtüren und -sitze, Lenkungen, Bremsen, Getriebe und Kühlerlüfter. Mehr als 24.000 Mitarbeiter an
60 Standorten in 23 Ländern erwirtschaften einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro.
Jeder zweite Neuwagen weltweit ist mit mindestens einem Brose Produkt ausgestattet.

 

SAISON 2017

 03.-04.03. Rallye Saarland Pfalz
 07.-08.04. Rallye Hessen 
 05.-06.05. Rallye Sulinger Land
 26.-27.05. Rallye Sachsen
 23.-24.06. Rallye Stemweder Berg
 04.-05.08. Rallye Thüringen
 08.-09.09. Rallye Niedersachsen
 20.-21.10  Rallye 3 Städte

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